Landesamt für Denkmalpflege
Grabungsunterlagen 1958/59 und 2019, Befundnummern, Pläne, Fotos, Georeferenzierung, Rechte und Ansprechpartner.
Evidenz, Unsicherheiten und eine Forschungsagenda für digitale Rekonstruktion und hybride Ausstellung.
Die Stärke des Projekts liegt nicht darin, Unsicherheiten zu verstecken, sondern sie sichtbar und erforschbar zu machen. Das verschwundene Kloster eignet sich damit als Beispiel für wissenschaftlich transparente digitale Rekonstruktion.
Kirche nördlich der vierflügeligen Klausur, Marienkapelle im Osten, Wirtschaftsbereiche im Süden und Westen, Zugang südwestlich der Kirchenfassade, St. Lorenz westlich beim Hospiz.
Gründungsphase, romanischer Großbau, Brand 1224 und Neubau, weitere mittelalterliche Brände, spätgotischer Neubau, frühneuzeitliche Reparaturen und Restitutionsbauten.
Apsidenbefunde, zahlreiche Mauerzüge, Bauplastik, Grabsteine und weitere Funde bilden eine reale Basis für 3D-Erfassung.
Notitiae, Papst- und Königsurkunden, Vita Theogeri, Annalen, spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Verwaltungsquellen sowie Gaisser-Tagebücher.
| Forschungsfrage | Potenzial für das Projekt |
|---|---|
| Wo stand die erste Holzkirche? | AR kann den bekannten Suchraum zeigen, statt einen erfundenen exakten Standort. |
| Welche 1958/59 dokumentierten Mauern gehören zu welcher Bauphase? | Neu-Georeferenzierung und Abgleich mit 2019, historischen Plänen und GIS. |
| Welche Funktionen hatten einzelne Klausur- und Wirtschaftsgebäude? | Quellen, Inventare und Vergleichsbauten systematisch abgleichen. |
| Wo lagen die spätmittelalterlichen Kapellen? | Mehrere Rekonstruktionsvarianten als Hypothesen-Layer darstellen. |
| Welche Steine besitzen gesicherte Fundorte? | Digitales Lapidarium mit Fundort, Bauphase und 3D-Modell. |
| Welche Handschriften stammen wirklich aus dem Schwarzwaldkloster vor 1536? | Provenienzforschung mit BLB-Daten statt Gleichsetzung der Signatur „St. Georgen“ mit Herstellungsort. |
| Wo befinden sich heute alle Kunstwerke und Archivalien? | Virtuelle „Digital Repatriation“ und verteilte Sammlung. |
Jedes Objekt, jede Person, jedes Gebäude und jede Rekonstruktionsaussage bekommt Quellenverweise und Evidenzgrad.
Web, AR, ExploraVision und Ausstellung sollten aus derselben kuratierten Objekt-, Personen-, Orts- und Ereignisdatenbasis gespeist werden.
Nutzer können zwischen „nur belegt“, „wissenschaftlich rekonstruiert“ und „Hypothesen anzeigen“ wechseln.
Grabungsunterlagen 1958/59 und 2019, Befundnummern, Pläne, Fotos, Georeferenzierung, Rechte und Ansprechpartner.
Objektwissen, Fundgeschichten, lokale Publikationen, historische Fotos, Führungswissen und Kontakte.
Generallandesarchiv Karlsruhe, Stadtarchiv Villingen-Schwenningen, Erzbischöfliches Archiv Freiburg: Urkunden, Inventare, Urbare, Bau- und Verwaltungsakten.
BLB Karlsruhe, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Landesmuseum Württemberg / Rottweil und Villinger Einrichtungen: Digitalisate, Provenienzen und Objektstatus.
Badisches Klosterbuch / LEO-BW · Untermann: Baugeschichte · Notitiae · Vita Theogeri · Lapidarium